Logo  
Informationen Das Angebot Das Bistro Physiotherapie und Massage Mettlach Kosmetik Geschichte Sanierung Badehaus 2002 bis 2004 Die Technik  

Geschichte >> Seite 9 Die Geschichte des Badewesens
  Hier soll ein kurzer Überblick über die Geschichte des Badewesens gegeben werden. Baden hat eine jahrtausend alte Tradition. Wahrscheinlich nahmen Menschen ein Bad, seit es Menschen gab. Einen Höhepunkt erreichte das Badewesen im kaiserlichen Rom. Erwähnenswert ist die Therme des Caracalla, die best erhaltenste in Rom. Aber auch in Deutschland gibt es etliche Zeugnisse römischer Badekultur. In Badenweiler wurde im Jahr 1784 die Badruine ausgegraben, und bereits damals erkannte Wilhelm Freiherr von Edelsheim die Bedeutung dieser Ruine und verhinderte so weiteren Steinraub.  
Römische Badruine in Badenweiler
Römische Badruine in Badenweiler
 
         
  Doch das Römische Badewesen erlitt bis zum 5. Jahrhundert nach Christus seinen Niedergang. Baden hatte zwar immer einen gewissen Stellenwert, so gab es im 14. bis 15. Jahrhundert in etlichen größeren Städten öffentliche Badestuben. Diese Anstalten waren mitunter an geprüfte Bademeister, die Bader, verpachtet. Das Badewesen erreichte also nochmals eine gewisse Bedeutung. Großer Wunsch war natürlich, durch Baden zu neuer Kraft oder gar ewig währender Jugend zu gelangen, was in dem bekannten Bildnis „Jungbrunnen“ von Lucas Cranach d. Ä. von 1546 dargestellt ist.   „Jungbrunnen“ von Lucas Cranach d. Ä.  
         
  In früheren Zeiten des Mittelalters war das gemeinsame Baden von Männern und Frauen durch kirchliche Gesetze verboten, dementsprechend gab es vielerorts Frauen- und Männerbäder, wie übrigens auch zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Seit der Zeit der Kreuzzüge setzte man sich jedoch zunehmend darüber hinweg. In zeitgenössischen Darstellungen wurde das Baden als „ungetrübte sonnige Lebens und Liebeslust“ dargestellt, bis das schwärzeste Unheil wie ein unabwendbares Verhängnis einbrach: Kriege, Pest und Syphilis. Damit versank das Badewesen im Laufe weniger Jahrzehnte zu fast völliger Bedeutungslosigkeit.      
         
  Das moderne Badewesen fand seinen Ursprung im 19. Jahrhundert. Im Zuge der beginnenden Industrialisierung wuchsen die Städte schnell und die engen Quartiere hatten keine Bäder. So entstanden – wie auch das ursprüngliche Vierordtbad – öffentliche Badeanstalten, die im Wesentlichen aus Wannenbädern mit Duschen bestanden. Erst mit Beginn des 20. Jahrhunderts wurden diese Anstalten mit Beckenbädern, streng nach Männer und Frauen getrennt, ausgerüstet. Der beginnende Einsatz von Chlor verhinderte dabei die Übertragung von Krankheiten.  
Das Friedrichsbad in Karlsruhe, ca. 1905
Das Friedrichsbad in Karlsruhe, ca. 1905
 
         
  In Karlsruhe existierte in der Kaiserstraße 136 das von dem Privatmann C. A. Lepper betriebene Friedrichsbad bis zu seiner Zerstörung im 2. Weltkrieg. Eröffnet wurde dieses Bad, das bereits über eine Schwimmhalle mit den Massen 22 x 9 Meter verfügte, am 7. Juli 1888. Dieses Bad wurde mit Zuschuss von der Stadt betrieben. Im Friedrichsbad wurden neben der Schwimmhalle Wannebäder 1. und 2, Klasse angeboten. Es gab Pläne, das Friedrichsbad um ein weiters Bassin für Frauen zu erweitern.  
Badeanstalt Durlach ca. 1910
Badeanstalt Durlach ca. 1910
 
         
  Die Freibäder in Karlsruhe haben wie das Vierordtbad eine lange Tradition. So befand sich in Durlach an dem Platz des heutigen Turmbergbads ab etwa 1900 bereits eine Badeanstalt mit zwei Becken getrennt nach Männer und Frauen. Die Becken wurden aus der Pfinz gespeist. Beachtlich ist, dass dieses Wasser bereits über ein schwarz gestrichenes betoniertes Kanalsystem mit Sonnenenergie vorgewärmt wurde.  
Solarer Wasservorwärmer ca. 1910
Solarer Wasservorwärmer ca. 1910
 
         
  Das Rheinhafenbad entstand an der Stelle des Städtischen Sonnenbads. Das bekannteste Karlsruhe Freibad ist jedoch das Rheinstrandbad Rappenwört, das im Juli 1929 eröffnete. Errichtet wurden an einem vom Rhein durchströmten Naturbecken die im Baushausstil gestalteten Umkleidegebäude. Im Naturbecken wurde bis in die 60. Jahre des 20. Jahrhunderts gebadet. Ab 1964 stand das Wellenbecken und das direkt daneben liegende große Mehrzweckbecken der Bevölkerung zur sommerlichen Erfrischung zur Verfügung.  
Das Rheinstrandbad Rappenwört ca. 1935
Das Rheinstrandbad Rappenwört ca. 1935
 
         
       
         

HomeInhaltsübersichtImpressumSeitenanfang

Seite aktualisiert am: 28.07.2004