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Geschichte >> Seite 6 Portikus und Brunnen
    Am Giebel über dem Portikus des Kuppelbaus lächelt „Hygieia“ die griechische Göttin der Gesundheit von einem Fliesengemälde, das Rudolf Gleichauf während dem Bau des Vierordtbads (1871 bis 1873) primär mit Farbe auf Putz malte. Die Farben verblassten während den folgenden 20 Jahren jedoch schnell.
  Wilhelm Klose, selbst Kunstmaler und Stadtverordneter, bemerke das mit Bedauern. Als freigiebiger Mäzen ließ er 1892 die Freskomalerei in einer Münchner Spezialwerkstatt (Prof. Robert Ulke) auf sechseckige Fliesen übertragen. Dieses wenig bekannte Verfahren nannte man „Lithokaustik“.  
   
Fliesenbild über dem Portikus
 
           
    Der Kuppelbau ist im oberen Bereich durch acht Nischen geziert, in denen Zinkgussfiguren aufgestellt sind. Die Figuren sind größtenteils Kopien antiker Vorbilder.   Im Burger-Saal (Rotunde) schmücken über den Türen vier Landschaftsgemälde von Wilhelm Klose den Innenraum. Klose schenkte die Gemälde der Stadt.

Schauen Sie hier die Bilder von Wilhelm Klose im Burger-Saal an.
 
           
    Auf dem Platz vor dem Kuppelbau befand sich ursprünglich eine runde Grünanlage mit einer weiblichen Statue, die auf einem Steinsockel stand. (Wo ist sie geblieben?)   Auf der kolorierten Ansichtskarte, die wohl aus dem Jahre 1905 stammte, ist im Hintergrund rechts neben der Kuppel der minarettartige Schornstein der Dampfheizzentrale zu erkennen.  
           
   
Kuppel ca. 1905
 
   
weibliche Statue Links eine Vergrößerung der weiblichen Statue.

Auf dem rechten Bild erkennt man in der Säulenhalle die Büsten des Großherzogs Friedrich I. und seiner Gemahlin Luise. Die Büsten fehlen heute.
Säulenhalle
 
   
Der Mäzen Wilhelm Klose, der bereits 1892 für die Erhaltung des Gemäldes am Portikus sorgte, stiftete den Hygieia-Brunnen vor dem Vierordtbad. Erschaffen hat den Brunnen der Bildhauer Johannes Hirt während den Jahren 1905 bis 1909.

Die Inschrift auf der Brunnenvorderseite lautet:

"FLIESSE REIN UND HELL DER GESUNDHEIT QUELL"

auf der Rückseite:

"GIB DEN STARKEN MUT KRANKEN FRISCHES BLUT“

Rechts eine Aufnahme des Brunnens aus dem Jahr 2002.
Hygieia_Brunnen
 
           
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Seite aktualisiert am: 24.06.2004